Am Neuen Markt
Relais, 2006
Schalelemente, 6,5 x 6,5 x 2,5 m
Courtesy: Franka Hörnschemeyer & European Art Projects
Mit großzügiger Unterstützung von PASCHAL-Werk G. Maier GmbH
Fotos: Krzysztof Zieliński / European Art Projects
Franka Hörnschemeyer (*1958, lebt in Berlin) schafft aus Gipskarton,
Ständerwerk oder Schalelementen Räume, die zwar gegebene Architektur
als Ausgangs- oder Bezugspunkt haben, aber trotz der dichten Materialien
abstrakte Qualität annehmen: Räume an sich. Der rasterförmige
Stadtgrundriss von Zamość war Ausgangspunkt für ein Labyrinth aus hohen
Türelementen, dessen Anordnung einem strengen, orthogonalen Plan folgte.
Die Besucher, die sich durch das Labyrinth bewegten, setzten mit ihren
Körpern die Orthogonalität außer Kraft, verwandelten das starre Raster in
eine regellose Folge von sich öffnenden und wieder schließenden Räumen.
Für Potsdam hat die Künstlerin ebenfalls eine labyrinthische Struktur mit
beweglichen Elementen entworfen, aber – analog zum Stadtgrundriss –
auf die Orthogonalität verzichtet. Das Material ist dagegen umso massiver:
Schalelemente aus Stahl und schwere Schaltafeln formen die Raumskulptur
am Neuen Markt.
Franka Hörnschemeyer Installation in Zamość
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